Biomasse-Agrar

Energiepotenzial von Ackerflächen

In den letzten 80 Jahren unterlag die Landwirtschaft großen Umwälzungen. Konnte sie nach dem zweiten Weltkrieg die Nahrungsversorgung nicht sicherstellen, war mit Anfang der 80er Jahre die Nahrungsmittelproduktion für die Bevölkerung gesichtert (mit Ausnahme von Eiweißfutterpflanzen). Insgesamt geht die landwirtschaftliche Nutzfläche in Österreich seit 1937 infolge der steigenden Produktivität bei weitgehend konstantem Bedarf an Nahrung zurück (Wörgetter, 2008).2007 verfügt Österreich über 1,38 Millionen Hektar Ackerfläche. Mit rund 59% der Fläche wird der größte Anteil für den Getreideanbau genutzt, 17,7% beansprucht der Feldfutterbau, 6,8% der Anbau von Ölfrüchten und 4,7% werden für den Hackfruchtanbau eingesetzt.

Neben diesen Hauptnutzungspflanzen finden sich laut „Grünem Bericht 2008“ 17.473 Hektar mit Energiepflanzen und 36.418 Hektar (2,6% der Ackerfläche) mit nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS, inkl. Energiepflanzen) bestockt. Zusätzlich werden 75.565 ha Ackerflächen als brachliegend angegeben. Nach Schätzung des LFZ Francisco Josephinum werden darpber hinaus im Jahr 2007 rund 15.300 Hektar NAWAROs für den Einsatz in Biogasanlagen genutzt, die weder auf Stilllegungsflächen angepflanzt werden noch in den Anträgen für Energieprämien aufscheinen.

Potenzialanalyse

Energie aus nachwachsenden Rohstoffen ist eine der Möglichkeit fossile Energieträger zu substituieren.
Durch die Verwendung von regional in der Landwirtschaft angebauten Nutzpflanzen ist es möglich, Energie für die Produktion von Strom, Treibstoff und/oder Wärme zu gewinnen. Dabei haben viele Studien gezeigt, dass vor allem die Produktion von Biogas den höchsten Flächennutzungsgrad aufweist.

Je Bezirk wurde zunächst das technische Potenzial ermittelt, in dem die Flächenkonkurrenz zu Nahrungsmittelproduktion berücksichtigt ist, nicht aber die Produktionskonkurrenz zu anderen Energieträgern.

Das darauf aufbauende reduzierte technische Potenzial schränkt das technische Potenzial ein, indem wirtschaftlich nicht sinnvolle Nutzungsformen nicht mehr berücksichtigt werden. Es beinhaltet daher nur jene nachwachsenden Rohstoffe (NAWAROS), die zur Pflanzen-, Ethanol- und Biogaserzeugung geeignet sind.