Biomasse-Forst

Energie aus dem Forst

Holz als Energieträger begleitet den Menschen, seitdem er das Feuer entdeckt hat. Vor der fossilen Energierevolution war der Holzofen einer der wenigen Energieträger, der neben Wasser, Wind und Viehdung als Ressource zur Verfügung gestanden war. Auch heute noch ist Holz vor allem in Entwicklungsländern und Schwellenländern der wichtigste Energieträger zum Kochen und Heizen. In Europa ging nach dem zweiten Weltkrieg mit der Verfügbarkeit einfacher zu handhabender und günstigerer Energieformen wie Heizöl und Erdgas die Bedeutung von Holz als Energieträger zurück.

Aus der Geschichte des Brennstoffeinsatzes zeigt, dass in Österreich der Brennstoffbedarf aus Holz von 1970 bis 1980 um 583 GWh auf 12.111 GWh (Energiebericht 2003 Wirtschaftsministerium) zurückgegangen ist. Danach entwickelte sich der Holzenergiebedarf sehr positiv, bis 2005 wuchs der Energieholzbedarf für Raumheizung, Fernwärme und KWK-Anlagen auf 14.000.000 Festmeter oder rund 26.500 GWh an. Im Jahr 2008 wird der Energieholzbedarf auf rund 19.000.000 Festmeter oder auf rund 36.000 GWh ansteigen (Vortrag Dietmar Hagenauer „Entwicklungstrends der Energieholznachfrage in Österreich“ am 04.07.2007 in Wieselburg).

Realisiertes Energiepotenzial Holz (im Bestand)

Forst - Bestand

 

Betrachtet man den Holzeinschlag 2007 unter Berücksichtigung des Brennstoffanteils sowie der Sägenebenprodukte so ergibt sich ein Brennstoffpotenzial von 30.760 GWh, wobei die Bezirke Zwettl mit 1390 GWh, der Bezirk Liezen mit 1284 GWh sowie Gmünd mit 821 GWh Heizenergie die höchsten Energiepotenziale im Jahr 2007 aufweisen. Es muss bei diesem Ergebnis auf die Naturereignisse hingewiesen werden, welche im Jahr 2007 ein erhöhtes Holzaufkommen verursachten.

 

 

 

Potenzialanalyse

Für die Berechnungen der Energiepotenziale auf Bezirksebene kann aufgrund der Datenlage nur der Forst als Brennholzlieferant herangezogen werden. Weitere Holzpotenziale, z. B. aus Flurgehölzen, Straßenbegleithölzern oder Hölzern, welche bei Revitalisieren von Streuobstwiesen anfallen sowie Holz von Rebstöcken werden in der Betrachtung nicht berücksichtigt.

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