Tiefe Geothermie - Vorläufige Ergebnisse des reduzierten Technischen Potenzials

Die Potenzialergebnisse des technischen reduzierten Etragsmodells...

Vorschaubild: geothermisches technisches reduziertes Potenzial... zeigt die Bezirkskarte (Bitte klicken Sie links auf die Vorschaukarte für eine vergrösserte Ansicht). En gros ist das gesamte reduzierte technische Potenzial mit insgesamt 6608 GWh für ganz Österreich um ein gutes Drittel geringer als bei der nicht reduzierten Berechnung. Der Ertragsunterschied beider Modelle ist klarerweise in Bezirken mit kleiner Dauersiedlungsraumfläche, insbesondere im südlichen und westlichen alpinen Raum stark ausgeprägt. Entsprechend geringer sind die Unterschiede der zwei Potenzialerträge im "flacheren" Land bei guten Potenziallagen:

Wien: 159 Gwh bzw. 10567 versorbare Haushalte
Braunau am Inn: 429 Gwh bzw. 28605 versorgbare Haushalte
Gänserndorf 444 Gwh bzw. 29615 versorgbare Haushalte
Vöcklabruck 379 Gwh bzw. 25261 versorgbare Haushalte.

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Potenzialmethodik

Der Rechenansatz des reduzierten technischen Potenziales ist ähnlich wie der des technischen Potenziales, aber gemäß der in der Einleitung gegebenen Definition werden bei den technischen Potenzialen ökonomische Randbedingungen sowie technisch-raumstrukturell bedingte Restriktionen beachtet und einbezogen. Zu den wichtigen raumstrukturell und technisch wirksamen verwendeten Parametern in der vorliegenden Auswertung gehören:

  • Ein Ertrags-Ausschlussgebiet von radial 5 Kilometern um bestehende Bäder-Thermen, um Nutzungskonkurrenz oder Beeinträchtigung der Thermalwässer zu verhindern
  • Beschränkung des Ertrages auf die Lage und Größe des Dauersiedlungsraumes. Dies ist deshalb sinnvoll, weil die geothermische Energieerzeugung außerhalb des Dauersiedlungsraumes kaum wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist. Allein die Wärmeverteilung in Nah- oder Fernwärmenetzen braucht eine passende Mindest-Siedlungsdichte und Leitungsinfrastruktur.

Anmerkung zur Potenzialanalyse

  • Bei aller "Objektivität" der Ertragswerte darf nicht der rote Faden des Projektes Regio energy vergessen werden: Hierbei geht es nicht um einzelne Standortdebatten, sondern erstmals um eine österreichweit flächendeckende Visualisierung von Potenzialarten nach Energieträgern- und das nicht bundeslandweise, sondern disagreggiert auf Bezirksebene. Diese Leistung wurde mit den beschriebenen Karten und Potenzialanalysen erstmals erbracht.
  • Ursprünglich war vorgesehen, noch weitere Aspekte technischer Wechselwirkungen oder flächiger Restriktionen zu berücksichtigen, bei der Datenrecherche stellte sich jedoch heraus dass die benötigten Daten entweder nicht verfügbar, nicht konsistent, nicht flächendeckend, nicht aktuell, nicht öffentlich usw. waren. Daher musste auf diese Kriterien im derzeitigen Projektstand verzichtet werden. Zu solchen interessanten Parametern gehören u.a. Wasser- und Trinkwasserschutzgebiete, aktuelle Gebäude- und Nachfragerdaten wie Heizungsarten und Gebäudenutzung, sowie der Zustand und die Verteilung von Nah- und Fernwärmenetzen oder die Eigenschaften bestehender oder stillgelegter OMV-Bohrlöcher usw.

Ausblick zur Potenzialanalyse des realisierbaren Potenzials

In Ansätzen wird versucht werden, einige diese Einflüsse in den Szenarien 2012 und 2020 (Bearbeitung ab 02-2009) zu berücksichtigen. Ebenfalls wird versucht, Veränderungen der Nachfragerstruktur und den Einfluß von Förderungen und technischen Lernkurven in die Szenarien einzubauen. Dies gilt für alle hier untersuchten Energieträger - siehe Kapitel Methodik.