Tiefe Geothermie - Vorläufige Ergebnisse des technisches Potenzials

Die Potenzialergebnisse des technischen Ertagsmodells ...

Vorschaubild: geothermisches technisches Potenzial... zeigt die Bezirkekarte (Bitte klicken Sie links auf die Vorschaukarte für eine vergrösserte Ansicht). Hier einige exemplarische sehr hohe Potenzialstärken in GWh pro Jahr und Bezirk sowie als Äquivalent die Anzahl der mit Wärme versorgbaren Haushalte. Angenommen wird dabei ein in der Fachliteratur üblicher durchschnittlicher Wärmebedarf pro Haushalt von 15 MWh pro Jahr:

Wien: 224 Gwh bzw. 14939 versorgbare Haushalte
Braunau am Inn: 562 Gwh bzw. 37488 versorgbare Haushalte
Gänserndorf 548 Gwh bzw. 36555 versorgbare Haushalte
Vöcklabruck 541 Gwh bzw. 36074 versorgbare Haushalte.

In all diesen Bezirken treffen sich günstige potenzielle Abnehmerdichten mit vielversprechenden Lagen der geologischen Potenziale. Anhand der Bestandswerte aus Oberösterreich lässt sich sofort erkennen, zu welch extrem geringen Teil das geothermische Wärmepotenzial bisher erst genutzt wird (siehe dazu auch die Bestandskarte)- wenngleich es in der Gesamtdimension gegen andere erneuerbare Energieträger (Windkraft, Biomasse, Solarenergie) bei weitem geringer ist. Die Gesamtsumme für ganz Österreich des nicht reduzierten technischen Potenzials beträgt 10181 GWh bzw. entspricht immerhin dem Wärmebedarf von fast 680.000 Haushalten, wenngleich das wahrscheinlich realisierbare Potenzial, das im weiteren Projektverlauf für 2012 und 2020 modelliert werden wird, deutlich geringer sein wird.

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Potenzialmethodik

Das technisch machbare Energiepotenzial pro Bezirk und Jahr wurde nach der folgenden Methode errechnet:

GTPB = PF1,2,3 * GTPk

GTPB... Geothermisches Technisches Potenzial je Bezirk. Einheit: GWh pro Jahr und Bezirk

PF1,2,3... Fläche der Potenzialart je Bezirk. Einheit: km²

GTPk... Stärke des Geothermischer Flächenertrags für drei unterschiedlich starke Potenzialarten (1,2,3). Einheit: GWh pro Jahr und km². geothermieanlagen_ausschnittBeim geothermischen technischen Flächenertrag wurde angenommen, dass als technischer Ertrag das doppelte aus derzeit aktiven oberösterreichischen und südsteirischen bestehenden Anlagendichten möglich ist. Exemplarisch wurden dafür Bestandswerte der Bezirke Ried (siehe Ausschnitt links) und Hartberg herangezogen: Wieviele Anlagen würden noch in einen Bezirk "passen", wenn man von der bestehenden Anlagendichte ausgeht und eine gleichmässige Standortverteilung mit einem technisch bedingten Mindestabstand von etwa 5 km zwischen einzelnen Anlagen setzt. Dieser Abstand ist notwendig, um den Wärmehaushalt der Aquifere stabil zu halten bzw. nicht zu stark zu belasten.

Daraus ergeben sich folgende Flächenertrags-Kategorien:

  • Kategorie 1: 0,54 GWh/Jahr und km². In dieser "ertragsreichsten" Klasse wird von einem zusätzlich möglichen Versorgungs-Puffer von zusätzlichen 10 km um die eigentliche geologische Lage ausgegangen- dies entspricht mindestens der halben Reichweite von geothermischen Wärme-Leitungsnetzen am heutigen Stand der Technik). Lagebeispiele: oberösterreichische Molassezone, Tiefscholle des Wiener Beckens (nordöstlich von Wien), südliche Waschbergzone (nördlich von Wien), Teile des steirischen Beckens.
  • Kategorie 2: 0,27 GWh/Jahr und km². Lagebeispiele: nördliche Waschbergzone (ca. bis Laa/Thaya), Hochscholle des Wiener Beckens, Teile des burgenländischen Seewinkels und der südlichen Zentralalpen sowie nördliches Vorarlberg.
  • Kategorie 3: 0,13 GWh/Jahr und km². Lagebeispiele: gesamte nördliche Kalkalpen
  • Die Bestandskarte zeigt die Verteilung der bestehenden Kraftwerks- und Bäderanlagen sowie die die Lage der Potenzialgebiete