Solarthermie – Vorläufige Ergebnisse Reduziertes Technisches Potenzial

Das reduzierte technische Potenzial der Solarthermie

Solarthermie - Reduziertes technisches PotenzialDie Karte (Bitte klicken Sie links auf die Vorschaukarte für eine vergrößerte Ansicht) zeigt die reduzierten technischen Potenziale der Solarthermie in den österreichischen Bezirken in GWh/Jahr. Im Vergleich zum Ergebnis der technischen Potenziale der Solarthermie sind keine großen strukturellen Änderungen feststellbar. Die Zentren der Solarthermiepotenziale bleiben aus den Gründen der Kopplung von Potenzial und Wärmenachfrage im Bereich der stark besiedelten Regionen. Gut zu erkennen sind vor allem die Schwerpunkte Großraum Wien und Großraum Graz. Aber auch Innsbruck Land und der Großraum Salzburg weisen vergleichsweise hohe reduzierte technische Potenziale auf.

Das gesamte reduzierte technische Solarthermiepotenzial Österreichs beträgt 117.699 GWh pro Jahr. Die Werte pro Bezirk bewegen sich dabei von 51 GWh/Jahr in Rust Stadt bis zu 11.180 GWh/Jahr in Wien. Zum Vergleich erbringt das momentan in Österreich ausgebaute Solarthermiepotenzial eine Jahresarbeit von 1.200 GWhthermisch , produziert durch eine installierte Leistung von 2,5 GWthermisch was einer Kollektorfläche von 3,6 Mio.m2 entspricht (Quelle: Biermayr, Weiss, Bergmann, Fechner, Glück (2008), Erneuerbare Energie in Österreich - Marktentwicklung 2007).

Die Top 5 Bezirke in Hinblick auf das reduzierte technische Potenzial der Solarthermie sind Wien (11.180 GWh/Jahr), Graz Stadt (2.736 GWh/Jahr), Graz Umgebung (2.692 GWh/Jahr), Baden (2.380 GWh/Jahr) und Weiz (2.297 GWh/Jahr).

Aus dem reduzierten technischen Potenzial wird in einem nächsten Schritt das realisierbare Potenzial errechnet, das für 2012 und 2020 jeweils drei Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen berücksichtigt.

Methodik: Vorgangsweise bei der Modellierung der reduzierten technischen Solarthermiepotenziale

Die Berechnung des reduzierten technischen Potenzials unterscheidet sich von der Berechnung des technischen Potenzials der Solarthermie im Wesentlichen durch die Berücksichtigung der Flächenkonkurrenz zur Photovoltaik. Es wurde hierbei pragmatisch den beiden Technologien jeweils 50% der nutzbaren Flächen an Gebäuden zugerechnet. Die Flächen haben dabei immer dieselbe Qualität. Alle anderen wirksamen Flächenpotenziale (Anteile der Gartenflächen) bleiben von dieser Regelung unberührt. Die Berechnungsmethodik ist sonst gleichlautend wie beim technischen Potenzial der Solarthermie detaillierter ausgeführt.

Anmerkung

Bei den Ergebnissen der Modellierung muss berücksichtigt werden, dass es sich um die Anwendung eines Modells handelt. Abweichungen zur realen Situation sind deshalb möglich und können hier nicht vermieden werden. Die Ergebnisse der Modellierung erlauben dennoch eine bisher nicht dargestellte österreichweite Regionalisierung der Potenziale der Photovoltaik auf Bezirksebene.

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