Wärmepumpen - Vorläufige Ergebnisse Reduziertes Technisches Potenzial

Das reduzierte technische Potenzial der Wärmepumpen

Wärmepumpen - Reduziertes technisches PotenzialDie Karte (Bitte klicken Sie links auf die Vorschaukarte für eine vergrößerte Ansicht) zeigt das reduzierte technische Potenzial der Umweltwärme aus Wärmepumpen in den österreichischen Bezirken in GWh/Jahr. Das reduzierte technische Wärmepumpenpotenzial ist wiederum ein Nachfragepotenzial, wobei im Unterschied zum technischen Potenzial nun minimale Energieeffizienzen gefordert werden. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) muss im Raumwärmebereich im Weiteren größer als 3 sein. Die Regionen mit hohen reduzierten technischen Umweltwärmepotenzialen sind vor allem der Großraum Wien, der Großraum Graz und der Großraum Salzburg. Die Werte des reduzierten technischen Potenzials sind im allgemeinem deutlich niedriger als jene des technischen Potenzials.

Das gesamte reduzierte technische Umweltwärmepotenzial aus Wärmepumpen in Österreich beträgt 43.077 GWh pro Jahr. Die Werte pro Bezirk bewegen sich dabei von 20 GWh/Jahr in Rust Stadt bis zu 4.393 GWh/Jahr in Wien. Zum Vergleich erbringt das momentan in Österreich ausgebaute Wärmepumpenpotenzial eine Jahresarbeit von 1.470 GWhthermisch (davon sind 468 GWhel und 1.002 GWhthermischUmwelt). Quelle: Biermayr, Weiss, Bergmann, Fechner, Glück (2008), Erneuerbare Energie in Österreich - Marktentwicklung 2007.

Die Top 5 Bezirke in Hinblick auf das reduzierte technische Potenzial der Wärmepumpen sind Wien (4.393 GWh/Jahr), Graz Stadt (846 GWh/Jahr), Vöcklabruck (802 GWh/Jahr), Baden (790 GWh/Jahr) und Gänserndorf (782 GWh/Jahr).

Aus dem reduzierten technischen Potenzial wird in einem nächsten Schritt das realisierbare Potenzial errechnet, das für 2012 und 2020 jeweils drei Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen berücksichtigt.

Methodik: Vorgangsweise bei der Modellierung der reduzierten technischen Wärmepumpenpotenziale

Das reduzierte technische Potenzial an Umgebungswärme wird wie das technische Potenzial als Nachfragepotenzial definiert. Der Berechnungsgang ist gleich strukturiert wie beim technischen Potenzial, es wird jedoch eine Mindest-Energieeffizienz im Raumwärmebereich gefordert. Die Jahresarbeitszahl muss in diesem Bereich bei jedem Gebäude höher als 3 sein. Damit können bestimmte Wärmequellensysteme in vielen Fällen nicht mehr eingesetzt werden (z.B. Luft). Detailliertere Informationen zum Rechnungsgang sind im Abschnitt technische Potenziale dokumentiert.

Folgende mittlere Jahresarbeitszahlen und Ausstattungsgrade kommen bei der Berechnung der reduzierten technischen Potenziale zur Anwendung:
Klasse Ein- und Zweifamilienhäuser: Ausstattungsgrad: 100%, JAZ: 3,80
Klasse Mehrfamilienhaus: Ausstattungsgrad: 20%, JAZ: 4
Klasse Servicegebäude: Ausstattungsgrad: 20%, JAZ: 4
Klasse Industriegebäude: Ausstattungsgrad: 50%, JAZ: 4
Klasse Warmwasser: Ausstattungsgrad: 60%, JAZ: 2,6

Das Berechnungsmodell für die reduzierten technischen Potenziale weist neben dem Anteil der Umweltwärme auch die Höhe der elektrischen Antriebsenergie und die Gesamtwärme aus.

Anmerkung

Bei den Ergebnissen der Modellierung muss berücksichtigt werden, dass es sich um die Anwendung eines Modells handelt. Abweichungen zur realen Situation sind deshalb möglich und können hier nicht vermieden werden. Die Ergebnisse der Modellierung erlauben dennoch eine bisher nicht dargestellte österreichweite Regionalisierung der Potenziale der Umweltwärme auf Bezirksebene.

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